Quellenarbeit, Redaktion und Inhaltszusammenstellung, Texterstellung
- Auftraggeber: STEG – Stadtentwicklung GmbH
- Bauherr: Stadt Hohnstein
Für die Umsetzung des Ausstellungspfades der Burg Hohnstein werden historische Quellenrecherchen durchgeführt und inhaltlich für das bestehende Gestaltungskonzept der Firma KOCMOC zusammengestellt. Es erfolgen redaktionelle Beratungsleistungen zu Inhalt und Gestaltung sowie die Erstellung von Ausstellungstexten.
Bereits abgeschlossen wurden die Leistungen für den Ausstellungsteil im Burggarten, der aus einer zweiteiligen Ausstellungsarchitektur besteht, auf der die Geschichte des Burggartens in Form einer Bild-Text-Folge erzählt wird. Hierfür erfolgten die Recherche und Sichtung historischer Quellen, die Redaktion und Zusammenstellung der Inhalte sowie die Texterstellung.
Zweiteilige Ausstellungsarchitektur im Burggarten nach einem Gestaltungsentwurf der Firma © KOCMOC
Textprobe | Erste Bildunterschrift zur Burggartengeschichte:
Die Anfänge des Burggartens als Vorwerk
Wahrscheinlich wird bereits in der frühen Zeit der Burganlage auf dem vorgelagerten Felsplateau das Vorwerk mit Mauern und einem Wirtschaftsgebäude angelegt. Es dient der Versorgung der Burgbesatzung und dem Schutz des Tierbestands im Belagerungsfall. Als allodium bezeichnet erscheint das Vorwerk erstmals in Schriftstücken des 15. Jahrhunderts.
Spätestens mit Entwicklung der Herrschaft Hohnstein zum kurfürstlichen Amt dehnt sich das Vorwerk ins Umland aus. Historische Quellen belegen ab 1543 eine zugehörige Schäferei bei Ehrenberg, die auch Matthias Oeder in seinem Kartenwerk der ersten Landesaufnahme Kursachsens am Ende des Jahrhunderts vermerkt.
Als Wilhelm Dilich nach 1630 die erste bildliche Darstellung Hohnsteins anfertigt, ist unterhalb der Burg noch ein großes Vorwerksgebäude erkennbar. Die Ansicht entsteht vom Panoramaweg im Norden der Stadt, dem heutigen Röhrenweg.
„Die Inspiration existiert, aber sie muss dich bei der Arbeit finden.“
Pablo Picasso